2010 - Bad Nauheim

Motto: "Traumhafte Gärten im Herzen der Stadt" 
Dauer: 24. April bis 3. Oktober 2010, 163 Tage 
Geländegröße:38 ha (2 Geländeteile)
Besucher: 521.000 
Planung: k1 Landschaftsarchitekten, Berlin 
Investionshaushalt: 8,4 Mio. € 
Heutige Nutzung:öffentliche Parkanlage, Kurpark
 
 
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Die 4. Hessische Landesgartenschau fand an 163 Tagen vom 24. April bis zum 3. Oktober 2010 unter dem Motto: "Traumhafte Gärten im Herzen der Stadt" in Bad Nauheim im Wetteraukreis statt und war eine von 6 Landesgartenschauen bundesweit. 


Die Leitidee der Planer war es, die beiden Parkanlagen aus ihren unterschiedlichen, historisch bedingten, Potentialen zu entwickeln und in ein antagonistisches Verhältnis zueinander zu setzen. Es entstanden ein gartenkulturell geprägter "Kurpark" mit modernen Anreicherungen und ein zeitgenössischer "Goldsteinpark" mit historischen Spuren. Die gestalterischen Eingriffe entlang der Sichtachsen verbinden die beiden Parkanlagen und schaffen gleichzeitig die Anbindung an die angrenzenden Landschaftsräume. 


Der Kurpark wurde für die Landesgartenschau nach historischen Vorlagen im Sinne und in Abstimmung mit der Gartendenkmalpflege saniert, sowie mit Elementen der klassischen Gartenkunst ergänzt. Für die Gestaltung des Kurparks wurde die Kulisse der historischen Parkanlage als Hintergrund für die neuen, gartenkünstlerischen Eingriffe genutzt. Als neue Gestaltungselemente erhielt er moderne Variationen klassischer Gartenkunst-Themen wie z.B. Rasenparterres und Heckenkabinette. 


Der Goldsteinpark, der sich als forstlich genutzter Wald darstellte, wurde im Spannungsfeld zwischen dichten Waldflächen und offenen Wiesenflächen zu einem neuen Bürgerpark entwickelt. Eine klare, moderne Formensprache dokumentiert die Neuanlage mit den Ansprüchen der kommenden Nutzer. Die Spuren einer früheren Parkanlage wurden aufgenommen und dokumentieren als historische Schicht die Geschichte des Ortes. Der bestehende Wald wurde modifiziert und bildet die räumliche Fortsetzung der neuen Siedlung. Beim Flanieren durch den dichten Waldpark stößt der Besucher auf geheimnisvollen Orte und einen großen, individuell von Künstlern aus Holz gestalteten Waldspielplatz. Zwei Raumachsen, die große Wiese und die Sichtachse, gliedern die Parkanlage, die auch über die Landesgartenschau hinaus der Naherholung dient. 

 

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